Helfen, wo Hilfe benötigt wird

Keks berichtet

Mittlerweile kennen ja schon sehr viele Menschen die Tierfreunde Schwabmünchen. Sie werden angerufen, wenn irgendwo eine streunende, verwahrloste Katze oder eine tote Katze gefunden wird oder wenn jemand seine eigene Katze vermisst. Auch Menschen, die einer Katze gern ein Zuhause geben möchten oder aber ihre Katze leider abgeben müssen, wenden sich an die Tierfreunde.

Jeden Monat kann man die Tiefreunde entweder am Stammtisch kennenlernen oder aber auf dem Flohmarkt treffen und die Fellnasen des Vereins dort mit einem Einkauf unterstützen.

Aber was passiert eigentlich hinter den Kulissen? Was treiben denn die Schützlinge auf den Pflegestellen? Welche Aktionen laufen gerade im Verein? Und was erleben die Tierfreunde bei ihrer täglichen Tierschutzarbeit?

Seid Ihr neugierig? Dann lest weiter. Ich halte Euch hier auf dem Laufenden!

2019-09-14

Ginnys erste Schritte in ein neues und gutes Leben

Hallo Ihr Lieben, ich bin es, die Ginny. Von mir habt ihr ja schon mal gehört. Die Feuerwehr hat mich zu den Tierfreunden Schwabmünchen gebracht, da es mir in meinem Zuhause leider gar nicht so gut ging.
Seit drei Tagen bin ich jetzt bei meiner Pflegemami. Was ich da schon alles mitgemacht habe, sag’ ich euch.
Krallen schneiden, bürsten und dann wurde ich doch tatsächlich geduscht. Mami meinte, ich wäre voller Flohkot und Rauch. Geht’s noch? Ich bin eine echte Lady, da sagt man sowas doch nicht. Aber ich muss zugeben, dass mir das gut getan hat, denn jetzt juckt meine Haut nicht mehr so schlimm und mein Fell sieht schon viel schöner aus. Mami hat mir dann noch Kokosöl ins Fell gemacht. Sie meinte, ein Spot-on geht nicht, da ich so dünn bin und Kokosöl wäre als natürlicher Wirkstoff viel gesünder gegen die blöden Viecher. Und das Kuscheln nach dem Waschen im Handtuch fand ich super toll, da habe ich extra noch lauter geschnurrt als sonst.
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Die Mami meint auch, ich wäre viel zu dünn. Manchmal hat sie sogar bisschen Tränen in den Augen, wenn sie mich hochnimmt, weil sie jeden meiner Knochen spüren kann.
Ich finde es super, wie viel leckeres und hochwertiges Nassfutter ich hier bekomme. Wenn es nach mir ginge, gäbe es ja all-you-can-eat für mich. Aber Mami meint, ich muss langsam machen, weil mein Magen und Darm das Essen gar nicht mehr gewohnt sind. Daher gibt es jetzt viele kleine Portionen über den Tag verteilt. Ist auch ok. Ginny_3.jpg

Wenn Mami arbeiten muss, kümmern sich Tante Sarah und Onkel Korbi um mich. Tante Sarah bürstet mich ganz viel mit so einem speziellen Kamm, damit auch der letzte Floh erwischt wird. Nach der Arbeit nimmt sich die Mami dann immer extra Zeit, um meinen Schlafplatz sauber zu machen und mit mir zu kuscheln. Das genieße ich wirklich sehr.

Hier gibt es wohl noch zwei andere Katzen. Die durften mir schon mal Hallo sagen, aber Mami meint, bis ich mit ihen zusammen sein darf, muss ich mich noch erholen und weiter zunehmen. Heute bringe ich schon 2,2 Kilo auf die Waage. Bei meinem Alter ist das wohl nicht viel, meint Mami. Aber ganz ehrlich, wer fragt eine Dame schon nach ihrem Alter?! Das verrate ich euch nicht. Ätsch! Die Tierärztin meinte, ich wäre so zwischen 7 und 12. Ich enthalte mich da mal lieber.
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Heute bekomme ich wohl Besuch von einer Tierheilpraktikerin. Was die wohl mit mir anstellt? Mami meinte, sie würde sich richtig gut auskennen mit alten und kranken Katzen (ersteres habe ich geflissentlich ignoriert) und dass sie Mami ein Coaching gibt, was sie noch besser machen kann bei meiner Pflege. Klingt super, oder?

Na, ich bin mal gespannt! Euch einen schönen Tag :-)

Bianca - 08:09:31 @ Neues aus den Pflegestellen | Kommentar hinzufügen

2019-08-08

Weltkatzentag - ein Tag zum Feiern?

Heute ist Weltkatzentag und Katzenfreunde feiern das Zusammenleben mit ihren Fellnasen. Wenn wir heute auf jede Katze anstoßen würden, die wir gerade in unserer Obhut haben, dann wären wir wahrscheinlich ganz schön angetrunken ;-) Aktuell ist nämlich ganz schön was los bei uns. Sommer ist Kitten-Hochzeit und auf den Feldern wird gemäht. Da gibt es leider auch traurige Geschichten zu erzählen.

Babys Ettringen.jpeg Ich fange mal mit den Fangaktionen der Tierfreunde an. Ihr wisst ja, dass wir auf vier Höfen gefangen haben und dort die Mamas mit ihren Babys sichern konnten. Als wir zwei der Mamas zum Tierarzt gebracht haben, sind wir ganz schön überrascht worden: Beide waren bereits wieder trächtig! Eine Mama hat bereits vier süße Babys auf die Welt gebracht. Mal schauen, wann es bei Mama Zwei so weit ist. So können wir die Mütter allerdings nicht kastrieren und wieder auf den Hof zurücklassen. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, dass wir ganz schön rotiert haben, bis alle Katzen gut untergebracht waren!

Dobby.jpegUnd nicht nur die Katzen aus den Höfen mussten untergebracht werden. Aufmerksame Spaziergänger haben uns Dobby gebracht. Der kleine Tiger saß alleine in einem Maisfeld - weit und breit kein Hof oder ein Haus. Ich kann nur vermuten, wie er dort hingekommen ist, aber sicher nicht alleine. Der Tierarzt schätzt ihn auf zehn Wochen. Das letzte Wochenende haben die Tierfreunde also damit verbracht, das Maisfeld und die angrenzenden Felder nach weiteren Babys abzusuchen - tatkräftig unterstützt von Hundedame Luna. Dobby ist ein ganz süßer Kerl, frech, verspielt und mit riesigen Fledermausohren, in die er erst noch hineinwachsen muss ;-)
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Katzenbabys Mhen.png

Und leider muss ich auch noch eine traurige Geschichte aus den letzten Wochen erzählen. Eine Katzenfamilien ist ins Mähwerk geraten. Immerhin konnten drei Babys der Familie gerettet werden. Die Kleinen werden bei uns gepäppelt und versorgt und wir versuchen, die Mama zu ersetzen so gut es geht. Hunger haben sie auf alle Fälle!

Viele Fellnasen haben ein gutes Leben bei ihren Menschen. Die können wir heute feiern und uns für sie freuen! Aber genauso viele Fellnasen schlagen sich als Streuner mehr schlecht als recht durch, werden ausgesetzt oder von ihren Menschen falsch oder schlecht gehalten. Die Tierfreunde erleben Geschichten, da kann man nur den Kopf schütteln und oft genug packt einen die Wut über die Uneinsichtigkeit und Herzlosigkeit der Katzenbesitzer. Daher schauen die Tierfreunde nicht weg, sondern helfen, wo immer es möglich ist - auch wenn es oftmals unmöglich scheint wie in den letzten Wochen.

Andrea - 15:05:08 @ Neues aus den Pflegestellen, Aktuelle Aktionen | Kommentar hinzufügen

2019-07-21

Das Unwort der letzten Wochen: Hodenhochstand!

Diego und Casper.jpegHodenhochstand - wie oft braucht man das Wort eigentlich? Selten bis nie, oder? Wir mussten es die letzten Wochen ziemlich oft benutzen. Erinnert Ihr Euch an Diego? Bei dem man nach neun Jahren einen Hodenhochstand entdeckt und sich vorher immer gewundert hat, dass er so “komisch” ist? Weil wir das so unglaublich finden, waren wir jetzt natürlich sensibilisiert, als Henry, bei dem wir Vermittlungshilfe geleistet haben, genauso viel geschrien und markiert hat. Ein Déjà vu innerhalb von zwei Wochen - auch bei Henry wurde noch ein zweiter Hoden entdeckt und schleunigst entfernt. Auch bei Henry hat man sich jahrelang gewundert, dass er so “komisch” ist - er war ständig am Streunen.

Henry.jpegZwei Kater mussten also abgegeben werden, umziehen und sich nochmal an eine neue Familie gewöhnen - nur weil man den Hodenhochstand nicht bemerkt hat. Was vielleicht witzig klingt, ist für die Tiere eine rechte Qual. Aber nun geht es beiden gut und sie können nochmal von vorne beginnen - glücklich, zufrieden und in einem neuen, tollen Zuhause! Wir freuen uns sehr für die beiden! Sie haben es verdient! Diego hat mit Casper einen tollen Kumpel gefunden!

Keks ist auf alle Fälle durch den Wind und denkt sich “Schwein gehabt!”

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Andrea - 19:19:27 @ Neues aus den Pflegestellen, Allgemein | 1 Kommentar