Helfen, wo Hilfe benötigt wird

Haustier zugelaufen oder gefunden: Was tun?

Ihnen ist ein Haustier zugelaufen oder Sie haben eines gefunden? Egal ob Hund, Katze, Kaninchen, Hamster oder Wellensittich – Sie dürfen das Tier nicht einfach behalten, sondern müssen es melden. Das Haustier gehört schließlich immer noch dem rechtmäßigen Halter. Hier erfahren Sie, was im Fall der Fälle zu tun ist.

Vor Ihrem Fenster hockt ein Wellensittich auf der Suche nach Futter? Eine Katze miaut seit Tagen auf Ihrer Terrasse? Ein Hund ist Ihnen bis nach Hause nachgelaufen? Wie, wo und wann auch immer Sie ein Haustier gefunden haben: Sie müssen den Fund melden und dürfen den neuen tierischen Freund nicht einfach behalten – sonst machen Sie sich strafbar.

Rechtlich gehört ein Findling noch immer dem Halter!

Wenn Ihnen ein einsames Haustier zu läuft oder Sie eines finden, müssen Sie das Tier bei der Polizei, dem Ordnungsamt oder bei einem Tierschutzverein melden, wo sich um den Findling gekümmert und der eigentliche Halter ausfindig gemacht wird. Ebenfalls möglich: Wenden Sie sich an das deutsche Haustierzentralregister TASSO e.V. – unter der Nummer 06190-937300 können Sie rund um die Uhr kompetente Hilfe erreichen. Natürlich können und sollten Sie sich zunächst an den Eigentümer wenden, wenn Sie wissen, zu wem Hund, Katze, Vogel oder Nagetier gehört.

Für die ersten sechs Monate gehört Ihnen das Tier dann aber noch nicht – so lange bleibt der Findling Eigentum des Besitzers.

Wenn Ihnen ein Haustier zugelaufen ist, können Sie in der Nachbarschaft herumfragen, ob jemand seinen tierischen Partner vermisst. Womöglich weiß jemand im Viertel, wessen Haustier ausgebüxt ist. Auch sollten Sie wachsam auf mögliche Steckbriefe entlang der Straße achten. Wenn Sie ein Tier mit Halsband finden, untersuchen Sie dieses auf Marken oder andere Hinweise, die auf den Halter verweisen.

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Speziell Hunde und Katzen haben oftmals Kennzeichnungen wie eine Tätowierung oder einen Chip – Markierungen, die bei der Suche nach dem Besitzer äußerst hilfreich sind. Der Microchip etwa befindet sich bei Hunden und Katzen in der Regel links am Nacken oder Hals. Er enthält eine Nummer, die ein Tierarzt oder ein Tierschutzverein mit Chiplesegerät auslesen kann und die auf den Besitzer hinweist.

WICHTIG!!!! 
Immer wieder Fundtiere, die zwar gechipt aber nicht registriert sind. Immer wieder tauchen die unglaublichsten Meinungen zum Thema Chip auf, wie z.B.: Der Tierarzt, der den Chip setzt, registriert das Tier, oder im Chip seien die Daten des Besitzers gespeichert, so dass dieser durch Auslesen ermittelt werden kann. Das entspricht nicht den Tatsachen. 
Der Besitzer muss sein Tier selbst registrieren und falls ein Tier übernommen wird und es auf den vorherigen Besitzer gemeldet ist, muss es umgemeldet werden. Wenn man den Wohnort wechselt, die Telefonnummer sich ändert, muss man es melden! 
Eine Bitte an die Tierärzte, die den Chip setzen: Klärt die Besitzer darüber auf, was zu tun ist! 
EIN TRANSPONDERCHIP OHNE REGISTRIERUNG IST SINNFREI! 
Hier könnt Ihr euer Tier registrieren!

 


Achtung: Jungkatzen sollten Sie am besten nicht anfassen, da die Samtpfoten dann eventuell von ihren Müttern verstoßen werden.

Apropos Tierarzt: Sollten Sie ein stark abgemagertes, erschöpftes oder gar verletztes Tier gefunden haben, ist der sofortige Gang zum Tierarzt Pflicht.

Auch hier stehen wir Ihnen natürlich mit Rat und Tat zur Seite!! Wenn Sie Hilfe benötigen rufen Sie uns auf unserer Vereinsnummer unter 01520-1332929 an.